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Täterberatungsstellen

Aus der Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung vom 11.06.2014:

Sozialministerin Cornelia Rundt: „Häusliche Gewalt ist nicht akzeptabel - Täter müssen Verantwortung übernehmen!"

Drei neue Täterberatungsstellen starten in Niedersachsen: In Hildesheim, Oldenburg und Peine

Das Land Niedersachsen erweitert das Netz der „Täterberatungsstellen Häusliche Gewalt" in Niedersachsen deutlich. Es kommen drei neue Einrichtungen hinzu, die jeweils mit 20.000 Euro im Jahr gefördert werden. „Täter müssen lernen, nicht zuzuschlagen. Sie sind für ihr Verhalten verantwortlich und müssen lernen, auf Konflikte ohne Gewalt zu reagieren", sagt Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt: „Die Täterberatungsstellen sollen diesen Entwicklungsprozess mit ganz konkreten Maßnahmen befördern. Es geht uns dabei zuallererst um die Opfer, die vor jeder Form von Gewalt geschützt werden müssen."

Allein 2013 hat die Polizei in Niedersachsen 15.335 Straftaten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt registriert. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Zunahme um 1,3 %. Seit 2010 werden sieben niedersächsische Täterberatungsstellen gefördert, die im Sinne des Opferschutzes mit Gewalttätern in Fällen häuslicher Gewalt arbeiten. 2012 kam eine weitere Einrichtung dazu. Ab sofort fördert das Land Niedersachsen 11 Täterberatungsstellen Häusliche Gewalt.

Die Angebote der Täterberatungsstellen richten sich zum einen an Männer, die von sich aus eine Veränderung an ihrem gewalttätigen Verhalten erreichen wollen. Andererseits können auch die Strafverfolgungsbehörden Tätern in Fällen häuslicher Gewalt konkrete Auflagen erteilen und sie einer entsprechenden Einrichtung zuweisen. Seit 2012 bieten die Täterberatungsstellen aktiv Hilfe und Unterstützung nach einer polizeilichen Intervention an. Nach Einzelfallprüfung der Polizei werden die Täterberatungsstellen direkt von der Polizei informiert und nehmen von sich aus zeitnah zum Täter Kontakt auf, um Beratung anzubieten. „Die Gewalttäter durchlaufen ein konkretes Programm, in dem sie nicht nur ein Unrechtsbewusstsein in Bezug auf die Gewalttaten gegenüber ihrer Partnerin erlernen, sondern auch einen anderen Umgang mit Aggressionen", erläutert Ministerin Cornelia Rundt. Auf Wunsch der Frau erfolgt auch eine Information über Zweck und Inhalte des Angebotes. Um Täterarbeit effektiv zu gestalten, müssen die Täterberatungsstellen vor Ort gut mit Polizei, Justiz, Frauenunterstützungseinrichtungen gegen häusliche und sexuelle Gewalt sowie anderen Beratungsstellen vernetzt sein.

Cornelia Rundt: „Für die Förderung von Täterberatungsstellen Häusliche Gewalt stellt das Land jetzt 220.000 Euro jährlich zur Verfügung." Den Zuschlag für die Trägerschaft der drei neuen Beratungsstellen Täterarbeit erhalten die folgenden Einrichtungen:

• KWABSOS e.V. in Hildesheim

• Konfliktschlichtung e.V. in Oldenburg

• Jugendhilfe Wolfenbüttel e.V. in Kooperation mit LABORA gGmbH in Peine

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